089 – 22 09 24

Schnarchschienen

Schnarchschienen

ISTplus-Schiene® der Firma Dr. Hinz Dental-Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

Etwa 30 Millionen Deutsche oder 40% der Bevölkerung in Industrienationen schnarchen. Männer mit 60% deutlich häufiger als Frauen mit 40%. Was man anfänglich noch niedlich oder witzig findet, kann langfristig zu Schlaflosigkeit und gesundheitlichen Beschwerden führen. Betroffen sind beide Parteien, der Schnarcher aber auch die Person die daneben liegt und nicht schlafen kann.
Warum wir schnarchen, wie das Geräusch entsteht und wie wir dem lästigen Schnarchen ein Ende bereiten können, haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.

Wie entstehen die Schnarchgeräusche? Die Ursache
Im Schlaf entspannt sich unsere Muskulatur, auch die für die Atmung zuständige Muskulatur. Dadurch verengen sich die oberen Atemwege und die Atmung wird beschleunigt, damit mehr Sauerstoff transportiert werden kann. Weichteile im Bereich des Kehlkopfs und des Rachens beginnen aufgrund der erhöhten Frequenz zu flattern bzw. zu vibrieren und verursachen das Schnarchgeräusch.
Oft stecken anatomische Besonderheiten wie ein zu langes Gaumenzäpfchen, verengte Nasennebenhöhlen, vergrößerte Mandeln, Kieferfehlstellungen oder eine ungünstig verkrümmte Nasenscheidewand dahinter. Über 3/4 der starken Schnarcher schnarchen in einer bestimmten Schlafposition, meistens in Rückenlage. Dabei kippt die Zunge aufgrund der Schwerkraft nach hinten und verengt wie oben beschrieben die Atemwege. Das Schnarchen beginnt und hört nicht mehr auf.
Auch Alkohol und Übergewicht können das Schnarchen verstärken. Nur eine geringe Menge Alkohol lässt den Muskeltonus enorm abnehmen. Bei starkem Übergewicht lagert sich z.B. Fett in der hinteren Rachenregion ab und verengt ebenfalls die Atemwege. Allergiker sind genauso betroffen: Milben und Hausstaub lassen die Nasenschleimhäute anschwellen und beeinträchtigen die Atmung. Die Ursachen des Schnarchens sind vielschichtig und meist tragen mehrere Gegebenheiten zur Entstehung bei. 


Hier wird Schnarchen gefährlich: Die Schlaf-Apnoe
Leichtes bis mittelmäßiges Schnarchen hat keine gesundheitlich relevanten Folgen für den Schnarcher. Gefährlich wird es, wenn nach starkem Schnarchen plötzlich eine Atempause – eine (meist obstruktive) Apnoe – auftritt und dies mehrmals die Nacht. Eine Apnoe kann bis zum 600 mal die Nacht vorkommen und bis zu 2 Minuten andauern. Der Schnarcher merkt nachts nichts davon, er erstickt auch nicht im Schlaf, weil es aufgrund des Sauerstoffmangels zu unterbewussten Weckreaktionen des Gehirns kommt und die Atmung sofort wieder einsetzt. Betroffene berichten davon, dass sie übermüdet und unausgeschlafen sind, da der Schlafrhythmus permanent unterbrochen ist. Schlafapnoiker neigen tagsüber dazu oft einzunicken, dies kann sich z.B. im Sekundenschlaf am Steuer zeigen. Langfristig können gravierende medizinische Folgen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Depressionen folgen.

Wer kann helfen? Die Diagnostik
Die Hürde sich helfen zu lassen ist bei Schnarchern meist sehr groß. Erst wenn der Leidensdruck enorm hoch ist, suchen sie Hilfe. Der erste Schritt ist dann der Gang zum Hausarzt, der betroffenen Patienten wird in der Regel an Kollegen der Schlafmedizin überwiesen. Dort wird den Dingen dann auf den Grund gegangen. Liegt eine starke Schlaf-Apnoe vor, kommt nicht selten als Therapievorschlag eine operative Behandlung im HNO Bereich (Verlagerung des Ober- und Unterkiefers mit Rotation) oder die Korrektur der Nasenscheidewand in Betracht. Ebenso das Tragen einer Überdruckmaske (CPAP) gilt als bewährtes aber oft auch kompliziertes Therapiemittel. Eine relativ neue Therapie ist der Zungenschrittmacher, der in die Zunge einoperiert wird und das Zurückfallen derselben zu verhindern. 

Beim harmlosen Schnarchen und einer leichten obstruktiven Apnoen bietet die Praxis Hicke ein Intraorales Schnarch-Therapie-Gerät (IST®-Gerät) an, welches erfolgreich Abhilfe leisten. Die Wirkung dieser Therapieschiene besteht darin, dass sie den Unterkiefer vorverlagert, wodurch sich der Rachenraum erweitert, der Atemfluss wieder normal zirkulieren kann, das Schnarchgeräusch beseitigt wird und Apnoen vermieden werden können. 

Welche konkrete Maßnahme in Frage kommt, ist immer abhängig von den individuellen Gegebenheiten des Patienten. Vor jeder Behandlung empfehlen wir eine konkrete Aufklärung der Therapiemaßnahme und vor allem eine Diskussion über das Handling und über die Vor- und Nachteile derselben. 

Schluss mit Schnarchen: Die Therapie
Patienten mit Schnarch-Symptomen haben häufig schon eine ganze Odyssee hinter sich. Die Therapie in unserer Praxis verläuft hingegen unkompliziert und effizient. Wir setzen zur Therapie das bewährte Schnarch-Therapie-Gerät (IST®-Gerät), welches in unterschiedlichen Varianten für unterschiedliche anatomische Dispositionen entwickelt wurde. Durch einen Abdruck des Ober- und Unterkiefer sowie der Vermessung des Kiefers mittels eines speziellen Messgerätes ermitteln wir die notwendigen Daten zur Herstellung der individuellen Therapieschiene. Dieselbe wir in einem spezialisierten Dentallabor angefertigt und individuell angepasst. Die Anprobe und Anpassung der Therapieschiene erfolgt ein paar Tage später bequem in unsere Praxis direkt mit unserem Zahntechniker. Ebenso erklären wir die Anwendung und die Säuberung der Schiene.